So gut wie jedes Mal wenn ich Zuhause bescheid sage dass ich Sie für ein paar Tage besuchen komme, kommt als nächstes gleich die Frage: „Jenny könntest du mal nach dem Futter schauen? Ich nähe mir gerade eine Jacke im Nähkurs“. Oder „könntest du mal nach dem Hemd und der Hose schauen? Die haben Löcher“.
Wenn ich mal Zuhause bin wird gleich alles zusammen gesucht und gekramt was repariert oder geflickt werden muss. Oder ich helfe meiner Mutter bei Ihren diversen Nähprojekten.
Auch wenn die Frage oft nervig ist mache ich es doch gerne weil ich dadurch merke dass ich wirklich gebraucht werde. Früher war meine Oma dafür zuständig da Sie ebenfalls Schneiderin war doch seid einiger Zeit habe ich diesen Job schon Zuhause übernommen.
Ich denke das, dass aber bei jedem Handwerklichen Beruf ähnlich ist. Man kann sein gelerntes Wissen und Geschicklichkeiten fast täglich Zuhause anwenden.
Egal ob es eine Schneiderin ist die alles flickt oder komplett neue Kleidungsstücke näht, eine Friseurin die allen einen neuen Haarschnitt oder ein ganz neues Aussehen verleiht oder der Informatiker ist der Zuhause den Computer, Handy und Laptop pflegt und mit neuen Updates versorgt.
Ich finde es super da man so nicht nur jede Menge Geld sparen kann dass man sonst bei irgendwelchen Dienstleistungsunternehmen lassen würde, sondern auch füreinander da ist und sich gegenseitig helfen kann. Und nach getaner Arbeit ein Lächeln auf den Gesichtern zu sehen ist meist schon Dank genug.
Auch wenn meine Mutter mir meist noch eine Kleinigkeit für die Zugfahrt nachhause besorgt oder eine Flasche Wein als Dankeschön mit gibt, würde ich es natürlich auchumsonst machen 😉