2019…

Ein Jahr das jetzt wahrscheinlich schon zu einem der spannendsten überhaupt wird, denn wir haben uns dazu entschieden die Haussuche nun so richtig anzugehen. Denn schon lange träumen wir von einem eigenen kleinen Häuschen mit Garten in dem wir als Familie wohnen werden. Die letzten Jahre haben wir daher schon immer etwas Geld zur Seite gelegt um, wenn es dann ernst wird auch schon einen gewissen Anteil Eigenkapital aufweisen zu können. Das würde ich sowieso jedem raten der irgendwann einmal von einem Eigenheim träumt. Sei es Bausparvertrag, Fonds, Lebensversicherung oder das gute alte Sparbuch, wenn man den Banken zeigt das man gut mit seinem Geld umgehen kann und es schafft regelmäßig zu sparen, sind diese auch viel gewillter Kredite zu guten Konditionen geben als wenn man kein Eigenkapital mitbringt.

Natürlich gibt es nicht nur einen Weg zum Eigenheim, doch ich wollte euch genau aufzeigen wie wir vorgehen damit ihr uns auf der spannenden Reise begleiten könnt.

Ok, ihr habt euch auch dazu entschieden Ausschau nach einem Haus oder einer Eigentumswohnung zu halten? Wie und wo fängt man da aber am besten an?

Schritt 1: Der Weg zur Bank!

Die meisten von uns werden wohl kaum die Millionen auf der Bank haben um ein Haus mit einem Schlag abzubezahlen, daher wäre ein Termin bei der Bank eures Vertrauens der erste richtige Weg. Dort kann euer Finanzberater nämlich schon einmal grob durchrechnen mit euch, wie der Kreditrahmen für euch ganz persönlich aussehen könnte und natürlich was ihr euch leisten könnt ohne euch auf die nächsten 50 Jahre zu verschulden. Außerdem gibt es nichts Schlimmeres als sich in ein Haus zu verlieben und dann bei der Bank festzustellen das dies nie und nimmer in einem Leben zu finanzieren ist. Daher lasst euch beraten in welcher Preisklasse ihr euch mit eurem möglichen Kredit bewegen könnt. Das ist auch nicht in Stein gemeißelt, von Bank zu Bank gibt es für euch natürlich andere Finanzierungsmöglichkeiten und Konditionen, mit den Zahlen die ihr dort aber genannt und selber gestemmt bekommt, könnt ihr aber erstmal arbeiten.

Schritt 2: Die Suche beginnt!

Der große Tag ist gekommen, ihr sucht eure eigenen vier Wände! Daher ist mein erster Tipp, informiert und akquiriert alle eure Freunde und Verwandten sowie Kollegen. Denn wenn so viele wie möglich in eurem Umfeld davon wissen das ihr nach einem Eigenheim sucht, umso besser. Denn wie überall auch ist Vitamin B immer noch die beste Möglichkeit an ein Traumhaus oder auch Schnäppchen zukommen. Der Arbeitskollege weiß vielleicht schon von der Oma, die bald ihr Haus aus Altersgründen verkaufen möchte oder Freunde wissen dass das Haus nebenan verkauft werden soll. Daher macht es offiziell!

 

Schritt 3: Was will ich?

Dies ist wohl eine der schwierigsten Entscheidungen, will ich ein Grundstück suchen und neu bauen? ein großer Garten? Kamin? Ein Neubau oder doch etwas mit Charakter? Ein Stadthaus oder doch raus aufs Land? Diese Fragen klärt man am besten ganz zu Anfang, auch wo gesucht werden soll. Denn dann wissen auch Freunde und Familie wo es mit der Reise hingehen soll.

Wir haben uns dazu entschieden das wir im Raum Düsseldorf, Köln bleiben werden ABER es rausgehen soll aus der Stadt, daher kommen auch alle kleinen Städte und “Dörfer” im Umkreis in Frage. Je weiter ihr den Radius ziehen könnt, umso besser.

Schritt 4: Wo suche ich am besten?

Wenn alle Bescheid wissen geht es nun auch daran selber aktiv zu werden. Online ist da natürlich heutzutage die beste Möglichkeit um sich auch gleichzeitig schon ein Bild von der Immobilie machen zu können. Da kann ich euch natürlich die gängigsten Seiten empfehl en wie Immobilienscout.de oder Immowelt.de aber ihr solltet auch bei meinestadt.de  sowie Ebaykleinanzeigen vorbeischauen, viele Häuser stehen zwar auf mehreren Plattformen gleichzeitig aber hin und wieder findet man etwas neues.

Außerdem solltet ihr alle Banken, Sparkassen und Volksbanken der Orte die in Frage kommen online oder in der Filiale besuchen. Jede Bank macht nämlich leider ihr eigenes Ding und betreut seine eigenen Immobilien oder hat sogar eigene Makler. Da ist man zwar die eine oder andere Stunde mit beschäftigt wenn ein größerer Radius in Frage kommt aber es lohnt sich!

Makler! Jap wie haben auch versucht drum herum zu kommen aber so gut wie jedes Haus (wir haben leider nicht eines gefunden) wird mittlerweile nicht mehr privat verkauft, sondern über einen Makler, daher kann man auch direkt nach den Maklern googeln die Häuser in dem Gebiet im Portfolio haben. Der Vorteil, viele dieser Häuser befinden sich nicht auf den Gängigen Seiten online.

Wenn alles nichts mehr hilft und ihr gerne ein Haus oder Wohnung ohne Käufercourtage (Maklerprovision) ererben möchtet, solltet ihr auch mal die Zeitung aufschlagen oder auf den genauen Wortlaut “Privatverkauf” achten. Ja ihr habt richtig gehört! So haben wir vor ein paar Jahren auch noch eine tolle Wohnung gefunden, die online nicht ausgeschrieben war.

Ihr seht also das ganz ist ein großes Projekt, was viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wenn ihr allerdings online Filter setzt auf den Immobilienseiten werden euch automatisch die neuesten Inserate als erstes angezeigt oder die Bank schickt euch mögliche Angebote die in Frage kommen als erstes zu.

Schritt 5: Die ersten Besichtigungen!

Selten war ich wohl kurz vorher so aufgeregt, natürlich haben wir in den letzten 9 Jahren viele Wohnungen besichtigt aber ein Haus? Das man vielleicht kauft? Nein, das ist Premiere!

Doch die Aufregung legte sich schnell, denn die Gegenseite ist daran interessiert das Haus zu verkaufen, das einzige was man selber tun kann, ist einen guten Eindruck zu hinterlassen. Im Vorhinein haben wir uns bei Freunden und der Familie erkundigt worauf wir bei der ersten Begehung unbedingt achten und was Fragen sollten, da hat sich eine kleine Liste mit Stichpunkten herauskristallisiert die ich natürlich gerne mit euch teile:

  • Ist das Fundament solide? (Sacken Wände ab? Gibt es Risse innen oder außen?)
  • Sind die Wände trocken? Oder gab es schon mal einen Rohrbruch, Wasserschaden oder läuft beim nächsten Starkregen der Keller voll?
  • Sind die Fenster und Wände ausreichend gedämmt? Auch im Hinblick auf die Energieeffizienz (wurde Asbest oder Formaldehyd verwendet?)
  • Ist das Dach dicht und ausreichend gedämmt? Wann müsste es ungefähr erneuert werden?
  • Sind alle nötigen Anschlüsse vorhanden und auf dem neuesten Stand? (Kanalanbindung, Wasseranschlüsse, wenn nicht muss dies geprüft werden denn eine Sanierung kann sehr teuer werden. Bei einem älteren Haus in der Familie kam erst nach dem Kauf heraus das ein Baum seine Wurzeln durch die alten und maroden Wasserleitungen geschlagen hatte und bei der ersten Inbetriebnahme lief der ganze Keller voll (Wasserschaden inklusive).
  • Sind die Balkone oder Treppen stabil?
  • Gibt es Spuren von Schimmel?
  • Wie sieht die Heizungsanlage aus? (Gas oder Strom?)

Das sind die Dinge die man meist selber auf dem ersten Blick oder durch Fragen an den Makler oder die Besitzer beantwortet bekommt und sich so einen ersten Eindruck vom Objekt verschaffen kann.

Schritt 6: Kommt die Immobilie in Frage? Oder weitersuchen?

Genauso schwierig wie wohl eine passende Immobilie zu finden die einem zusagt, ist wohl zu entscheiden ob sie Potential zum Eigenheim hat oder nicht. Ein gutes Zeichen ist definitiv wenn man sich seine eigenen Möbel schon in den vier Wänden vorstellen kann oder wie man in der Küche steht ODER man seine Kinder (oder Hund) im Garten spielen sieht. Hierbei sollte der Bauch eine ganz große Rolle spielen, fühlt man sich wohl? Innen sowie auch außen, denn das Haus bleibt dort stehen und ihr müsst dort mit der Umgebung wohnen wollen. Das schönste Haus nützt nichts wenn man sich draußen vor der Haustür unwohl fühlt. Ohne Kompromisse einzugehen wird es wohl selten ein Haus geben, aber wenn alles drum herum stimmt, kann man am Haus selber noch einiges machen damit es zum eigenen Traumhaus wird.

Kommt umbauen eventuell in Frage? Wände durchbrechen? Ein größeres Bad oder Küche? Den Dachboden ausbauen? Wenn dies in Frage kommt und ihr euch immer noch das Haus als Eigenheim vorstellen könnt, kommt nun der 2. Große Schritt!

Den werden wir Anfang nächster Woche gehen! Ja ihr hört richtig es ist bereits ein Haus dabei das wir uns als #JESTILHOME vorstellen können, was genau spannendes passiert werdet ihr dann im nächsten Teil der neuen kleinen Blogpostreihe erfahren.

Liebste Grüße,