Ich weiß gar nicht so wirklich wie ich diesen Artikel anfangen soll, als dass mein größter Wunsch nach langer Zeit, voller warten, Tränen und langer Zeit alleine endlich in Erfüllung gegangen ist.

Vor knapp 2 Wochen ist die kleine Frida bei uns eingezogen.

Wer mich schon ein wenig länger verfolgt, hat sicher das Thema an der einen oder anderen Stelle schon mal mitbekommen. Da ich seit nun etwas über  einem Jahr vollständig als Bloggerin arbeite und dies nun mal zu 90% von Zuhause aus geschieht, konnte ich es kaum abwarten das dieser Tag nun endlich kam. Unser alter Vermieter hatte sich leider komplett dagegen gestellt und auch nicht mit sich reden lassen.

Jaaaa wer jetzt mit dem Argument kommt “Das darf der Vermieter aber nicht mehr einfach so verbieten!” hat auch vollkommen recht. Dennoch wollten wir uns keinen Kampf mit ihm oder im schlimmsten Fall den Anwälten liefern, da zu diesem Zeitpunkt schon feststand, dass unsere Zeit in der Wohnung einen Ablauftermin hat. Daher haben wir die Füße still gehalten und als es dann im Sommer soweit war und wir nach einer neuen Wohnung die Augen offen hielten, war dies mein persönlich wichtigstes Kriterium ob wir die Wohnung nehmen oder nicht, ob die Haltung eines Hundes erlaubt ist?

So viel Glück wir mit der Wohnung hatten, hatten wir auch bei der kleinen Frida.

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Wie habt ihr Frida gefunden?

Durch einen puren Zufall über Ebay Kleinanzeigen, ja ihr hört richtig! Wir waren eigentlich auf der Suche nach etwas ganz anderem, bis uns angezeigt wurde, dass nicht mal 5Km entfernt sechs Französische Bulldoggen Welpen bereit zum Auszug in die große Welt warten. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich in diesem Moment ausgeflippt bin. Als einen Anruf später auch feststand das noch vier der Kleinen da sind und gerne besucht werden dürfen, brachen bei mir alle Dämme!

Wir hatten uns im Vorhinein auch erkundigt welche Hunde in den Tierheimen der Umgebung sitzen, doch da trat sehr schnell Ernüchterung auf, da alle der armen Hunde dort viel zu groß waren. Wir hatten ja bereits zum Einzug in den Mietvertrag schreiben lassen “Die Haltung eines kleinen Hundes ist erlaubt” also wollten wir es nicht direkt überstrapazieren und uns auch an die Abmachung halten. Sobald wir aber irgendwann mal Haus und Garten haben werden, wäre ein Husky oder Co. sicher unsere erste Wahl.

Als wir dann auf die Welpen stießen, erkundigten wir uns nach der Rasse. Was macht die französische Bulldogge aus und passt diese zu uns. Die kleinen Bullys zeichnet vor allem ihre Bindung zum “Rudel” der Familie aus, sie sind absolute Familienhunde, sie haben ein sehr ausgeglichenes Wesen und sind dazu geduldig. Sie schmusen für ihr Leben gern, sind verspielt, intelligent und Neues erlernen sie sehr schnell. Der Nachteil? Sie sind kleine Sturköpfe und brauchen klare Regeln, außerdem sollte man bei der Wahl des Tieres genau darauf achten ob die Elterntiere gesund sind, da es bei der Rasse schnell zu Asthma oder Kurzatmigkeit kommen kann, wegen der verkürzten Atemwege.

Nachdem wir nun die Merkmale der Rasse kannten war uns beiden klar, dass so ein Hund perfekt zu uns passen würden. Also fieberten wir dem Tag entgegen, an dem wir die Kleinen das erste Mal besuchen durften.

Habt ihr die kleine Firda vom Züchter?

Nein, nicht wirklich. Als wir die Kleinen an einem Samstagnachmittag besuchen durften, war der Halter mit der “Mama” der Kleinen anwesend und stand uns Rede und Antwort. Der “Papa” der Kleinen wohnt ebenfalls mit in dem Haushalt und daher ist es keine große geplante Zucht sondern von Privat. Der Papa sowie die Mama haben keinen Ahnenstammbaum oder sind irgendwelche Preisträger ihrer Rasse, sondern schlicht und einfach Familienhunde, daher haben wir auch keine 1500€ oder noch mehr ausgegeben um einen reinrassigen und Preisgekrönten Zuchthund zu kaufen. Der Papa sowie die Mama sind kerngesund und freiatmend. Dies ist bei der Rasse, sowie bei Möpsen sehr wichtig, da sie sonst im weiteren Verlauf ihres Lebens Probleme bekommen können. Beim ersten Treffen stand relativ schnell fest, die Kleinste aus dem Wurf wird es! Sie war am verschmustesten und zerrte nicht an meinen Pullover oder knabberte direkt an den Schuhen wie die Geschwister von ihr. Mit dem Impfpass zog sie bei uns ein und 2 Tage später waren wir direkt beim Tierarzt, um die nächste Impfung zu verabreichen. Beim Tierarzt wurde uns dann “Gott sei Dank” auch nochmal versichert dass die kleine Frida kerngesund ist. Der Halter hatte sich im Nachhinein sogar noch zweimal erkundigt wie es der Kleinen geht. Das hat uns persönlich auch endgültig gezeigt dass wir dort mit der Kleinen an der richtigen Adresse waren.

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Was habt ihr als “Erstausrüstung” für Frida besorgt?

Ich muss dazu sagen das alles sehr schnell ging da wir uns Samstag für die Kleine entschieden haben, sie Mittwoch bei uns einziehen sollte und ich auch noch von Montag bis Mittwoch beruflich unterwegs war musste mein Schatz die Erstausrüstung besorgen. Das natürlich nicht alles direkt der Renner war für die Kleine und sie auch eigentlich mitentscheiden sollte war in der Kürze der Zeit leider nicht möglich. Aber was ihr gefällt und was völlig uninteressant ist, kommt hier in einer kleinen Liste. Außerdem enthält sie ein paar Dinge die sich als nützlich herausgestellt haben:

  • Eine Box, passend zu der Größe des ausgewachsenen Hundes.
  • Ein Geschirr das eher eine kleine Weste ist (dies liegt besser und sicherer am Brustkorb an)
  • Eine Leine (eine lange und eine kurze)
  • Ein weiches Körbchen mit einem großen Kissen (Rückzugsort)
  • Ein Kuscheltier das NICHT quietscht, darauf kann man ganz klasse rum kauen.
  • Ein Kong (das ist ein Hartgummi Spielzeug das mit Leckerchen oder Leberwurst befüllt werden kann, damit sind die Kleinen auf jeden Fall etwas beschäftigt)
  • Ein Zerrspielzeug (aber nicht zu “hart” mit den kleinen Spielen, da die Milchzähne sonst rausbrechen können)
  • 2 Näpfe für das Welpenfutter (das sie vom Elternhaus noch mitbekommen hat) und das Wasser
  • Kuscheldecke

Dies ist natürlich keine Allroundliste für alle Hunde aber dies hat sich für unsere Kleine als sehr nützlich erwiesen.

Ist Frida schon Stubenrein oder erzogen?

Ein ganz klares NEIN! Frida kam mit 11 Wochen zu uns und war weder Stubenrein noch irgendwie erzogen. Was sie aber sofort wusste, war das sie uns vertrauen kann und das ihr nichts passiert. Sie hat nicht eine Minute gefremdelt und ist was neue Dinge angeht unglaublich aufgeschlossen und gelassen. Ob andere Hunde, Menschen, Kinder, Straßenverkehr oder Bus und Bahnfahren, Frida nimmt alles unglaublich ruhig auf. Das heißt sie schaut und guckt ganz neugierig aber nach wenigen Augenblicken merkt sie das alles Ok ist und sie lieber weiter schläft auf dem Arm anstatt sich länger mit der Umwelt zu beschäftigen.

Zum Thema Erziehung wird es aber noch einen extra Blogpost geben.

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Was kann Frida schon nach 2 Wochen?

Man muss glaube ich auch dazu sagen das Französische Bulldoggen sehr intelligente Hunde sind, bereits nach zwei Tagen wusste sie wer mit “Frida” gemeint ist. Noch ein paar Tage später war klar was “Sitz” heißt und “Platz” lernen wir gerade. “Nein” wird gerade ganz groß ausgetestet, Schuhe, Lampen, Alles was aus Stoff ist oder Fransen hat wird angeknabbert. An der Stubenreinheit arbeiten wir jeden Tag intensiv. Mal klappt es besser, mal schlechter. Vor allem jetzt um die Jahreszeit Welpen beizubringen das sie draußen in der Kälte bei Wind, Regen oder sogar Schnee machen sollen, ist ein harter Kampf. Denn sind wir mal ehrlich, wer von uns würde gerne draußen bei dem Mistwetter sein Geschäft verrichten, wenn es doch drinnen kuschelig warm ist?  Alles in allem sind wir aber sehr glücklich und stolz auf sie, was sie jetzt nach der kurzen Zeit schon alles drauf hat.

Alleine lassen ist natürlich noch sehr schwierig da sie rund um die Uhr beaufsichtigt werden muss weil sonst die Bodenleisten ab sind, der Couchtisch angeknabbert wird oder irgendwo in die Ecke pinkelt wird. Das heißt es ist immer einer bei ihr und überall wo sie mitkommen kann, kommt sie auch mit im Moment (so lernt sie vor allem gerade in der wichtigen für junge Hunde prägenden Zeit (die ersten Lebenswochen) das man vor nichts Angst haben muss und das der Mensch sie liebt und an ihrer Seite ist. Ich trainiere aber jeden Tag das sie ein paar Minuten länger alleine in einem Raum bleiben kann und im Auto zum Einkaufen blieb sie auch schon ohne Mucken für 15 Minuten in ihrer Box. Langsam aber sicher wird sie daran gewöhnt auch mal ein klein wenig alleine bleiben zu können.

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Zum Ende sollte ich noch erwähnen, dass so ein Welpe rund um die Uhr in der ersten Zeit betreut werden muss und sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe benötigt. Daher ist die kleine Frida vor allem gerade ein Full Time Job und dies sollte nicht unterschätzt werden, falls man sich für einen Welpen entscheidet. Wir müssen mehrmals Nachts raus und in der Wohnung muss sie immer im Auge behalten werden, um zu schauen was sie jetzt schon wieder anstellt. Liegt sie dann aber auf dem Schoß und schläft nur noch in deiner Nähe ein, ist dies das Schönste überhaupt. Die Liebe die ein Tier (in diesem Fall Frida) uns jetzt schon zurück gibt, entschädigt für alles, die Abende an denen ich nicht einschlafen konnte weil mir etwas gefehlt hat im Leben oder die Zeit die ich warten musste bist dieser große Wunsch in Erfüllung ging.

Da die Nachfrage so groß zu der kleinen Frida ist, wird auch eine neue Kateg0rie ins Leben gerufen, wo ich euch von dem Leben und der Erziehung der Kleinen berichten werde, was haltet ihr von dieser Idee?

Liebste Grüße,

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