Ihr wolltet ihn?

Hier habt ihr ihn, den Post zu meinen Tape Extensions.

Vorab erzähle ich euch kurz warum ich auf der Suche nach Tape Extensions war. Ich habe mich etwas informiert welche Arten der Haarverlängerung es gibt: Clips, Bondings, Ultraschall, Nanoring… Die Auswahl ist mittlerweile kaum noch zu überschauen und wenn wir ganz ehrlich sind, ist die zweite wichtige Frage “Was kostet der Spaß?”

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Nachdem ich die Verschiedenen Methoden genauer unter die Lupe genommen habe, entschied ich mich für Tapes. Sie sind erschwinglich, mehrmals zu verwenden und der Look soll mindestens 6-8 Wochen halten. Danach können die Tapes entfernt und mit Hilfe neuer Klebestreifen einfach wieder an den Ansatz neu angeklebt werden.

Jetzt wurde es aber etwas schwieriger. Ich suchte Tapes die bereits einen Ombreverlauf in den Haaren haben (Wie meine aktuellen Haare eben auch). Nach langem Suchen stieß ich auf Rubin Extensions. Die bieten mehrere Formen der Haarverlängerung an und eben auch die Tape Extensions. Die Farbe Kastanien-Dunkelbraun-Hellblond sahen meinen Haaren zum verwechseln ähnlich. Also die perfekte Wahl für mich.

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Für eine Haarverdichtung braucht man natürlich viel weniger Strähnen als für eine komplette Haarverlängerung, hier wurden 30-40 Strähnen empfohlen. Da eine Packung (89€) 10 Strähnen bereits enthält, bestellte ich 4 Packungen. Ich war allerdings skeptisch ob die Strähnen für mein dickes Haar reichen würden, was im Nachhinein aber völlig unbegründet war. Ich hatte zum Schluss sogar noch welche übrig.

Was noch ein dicker Pluspunkt für Tape Extensions ist, das man nicht zwingend zum Friseur muss und dort 4h lang sitzt bis die Haare fertig sind. Wenn man eine helfende Hand hat, der man vollkommen vertraut und ein Händchen für´s Selbermachen hat, klappt das auch ohne Probleme zu Hause. Die Anleitung auf der Seite von Rubin, sowie dutzende Videos bei Youtube zeigen bis ins kleinste Detail wie die Tapes anzuwenden sind. Nach 2 mal schauen und einer Trockenübung ging es dann ans Kleben.

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Ich teilte die Haare in verschiedene “Schichten” auf, mit der unteren ging es los und so wurde sich Haarschicht für Haarschicht nach oben gearbeitet. Bitte achtet darauf das ihr UNTEN, an den SEITEN und am OBERKOPF genügend Haare übrig lasst, die sich über die Tapes legen. Ich würde euch raten nur bis Höhe des Ohrs zu arbeiten und danach keine Tapes mehr nach vorne zu setzen und kurz oberhalb des Ohres die letzte Reihe zu setzen. So habt ihr noch viel Spielraum was Frisuren angeht und es sieht nicht nach “Die hat Extensions drin!” aus.

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Nach knapp 2 Stunden war es dann geschafft, alle Tapes waren drin und das erste woran ich mich gewöhnen musste war das zusätzliche Gewicht am Kopf. Kein Scherz! daran muss sich die Kopfhaut erst einmal gewöhnen, bei mir hat es sicher 4-5 Tage gedauert bis ich sie nicht mehr Tagsüber oder beim Schlafen gespürt habe. Also keine Angst falls es zieht oder sogar etwas schmerzhaft ist in den ersten Tagen. Der Kopf gewöhnt sich dran.

Jetzt aber zu den angenehmeren Dingen, es sah vom ersten Moment vollkommen natürlich aus. Der Übergang von meinem Deckhaar zu den Extensions musste nur minimal angeglichen werden und auf meinen Wunsch wurden sich noch ein paar Zentimeter gekürzt. Mir war es dann doch zuviel auf den ersten Blick aber ich gewöhnte mich schnell an den neuen Look.

Da es Echthaar ist, fühlte man auch sofort den Unterschied zu den billigen Clips die  ich zur Hochzeit meiner Schwester gekauft hatte. Locken und Glätten ist absolut gar kein Problem und funktioniert ohne Probleme. Einer großen “Walla Walla-Mähne” steht also nichts im Wege.

Vor dem ersten Mal duschen muss ich sagen, hatte ich schon etwas Bammel, dank mitgelieferten Shampoo brauchte ich mir darüber aber keine Gedanken machen. Wenn ihr eines in der Drogerie kauft müsst ihr darauf achten das es keine Öle oder Fette enthält, denn die würden den Kleber der Tapes lösen. Zurück zum waschen, es war etwas gewöhnungsbedürftig das Shampoo an den Ansatz zwischen die Tapes zu bekommen, da ich angst hatte das dort kein Shampoo hinkommt. Dadurch da das Wasser aber durch die Haare fließt kam natürlich überall genügend dran.

Das Haare kemmen: Dafür verwendet ihr am besten eine Haarbürste die flexible Bortsen hat und keine Haare rauszieht, ansonsten gibt es diese natürlich auch bei Rubin zu bestellen. In so eine Bürste lohnt es sich wirklich zu investieren! Egal ob man Extensions hat oder nicht. Über das Föhnen brauchen wir glaub ich nicht sprechen, es dauert einfach mal doppelt und dreifach so lang, ist eben der Nachteil bei langen Haaren.

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Jetzt nach knapp 2 Wochen muss ich sagen das ich unglaublich zufrieden bin und es immer wieder machen würde. Die Tapes halten bombenfest und die Haare lassen sich in jede beliebige Art und Weise stylen.

Ein Zopf ist gar kein Problem, nur wenn er zu hoch angesetzt wird, zieht das Gewicht den Zopf sehr schnell wieder runter (liegt vielleicht aber auch nur an meinen schweren und dicken Haaren). Einen richtigen Dutt kann ich leider nicht machen, da meine unteren Tapes estwas zu tief angesetzt sind und ich nicht möchte das sie durchscheinen. Wie oben aber schon beschrieben wäre es kein Problem wenn man unten und ringsherum genügend Haare zum verstecken der Tapes übrig lässt.

Ich hoffe ich konnte euch alle Fragen beantworten, wenn euch noch etwas auf der Seele brennt dann fragt ruhig, ich beantworte euch sehr gernealle Fragen die ihr noch habt.

Liebe Grüße,

eure Jestil