Alle grundlegenden Dinge sind erklärt?

Dann geht es nun ans Eingemachte, das Fotografieren. Wenn Christopher oder Dennis Fotos von mir machen, ist der erste Schritt jedes Mal die Kamera richtig einzustellen. Je nach Ort können schon kleine Lichtunterschiede großen Einfluss auf die Bilder haben. Daher überlegt euch, sollen die Bilder eine möglichst helle und freundliche Bildsprache sprechen? Oder passt es vielleicht viel besser, wenn der Kontrast hoch und die Farben alle etwas dunkler und intensiver sind. Wir probieren beides meist aus und entscheiden dann je nach Outfit was besser passt.

Nun kommen wir zur Königsdisziplin, der Streetstyle-Fotografie, scharfe Fotos schießen bei einem bewegten Motiv. Hier ist es wichtig die Verschlusszeit so kurz wie möglich einzustellen um auch jede Bewegung gestochen scharf einzufangen. Meine D7500 ist dafür wie gemacht, da der ultraschnelle Autofokus selbst bei jeder Bewegung sehr gute Qualität abliefert. Egal ob ich auf die Kamera zulaufe, mich drehe ODER sogar der Fotograf mitläuft! Das war der Moment wo mich die Kamera endgültig überzeugt hat, nicht nur das Motiv bewegt sich, sondern der Fotograf auch, wie bei den Bildern der Serie hier. Dennis ist parallel zu mir mitgelaufen und konnte so jeden Schritt fotografieren ohne dass der Abstand zwischen uns zu groß wurde. Ebenso lassen sich fantastische Fotos bei schwierigem Licht schießen dank einer möglichen ISO von bis zu 51.200 (die sogar erweiterbar auf ISO 50 bis 1.640.000 ist). Oft hat man dann das Problem, des sogenannten Bildrauschens (kleine Körnungen im Bild) je höher man die ISO wählt, doch damit hat die Kamera kein Problem!

Für die bewegten Streetstylefotos wählt ihr am besten eine Blende von 2-2,5 und eine kurze Verschlusszeit, so geht ihr sicher, dass das komplette Outfit gestochen scharf und der Hintergrund schön unscharf ist.

Macht ihr Detailaufnahmen oder Portraitbilder könnt ihr mit der Blende runtergehen auf 1,8 um das Motiv besonders schön hervorzuheben.

Als kleine Hilfestellung habe ich euch alle Einstellungen der Kamera zu den Bildern dazugeschrieben. An dem Tag schien die Sonne besonders schön, doch dies kann vor allem für Fotos nicht immer ideal sein. Da entweder unschöne Schatten entstehen oder die einzelnen Farben nicht originalgetreu wiedergegeben werden können. Daher gibt es für Außenaufnahmen und Streetstyle eigentlich kein besseres Wetter als ein leicht bedeckter Himmel. Es sollte natürlich nicht regnen oder nach Weltuntergang aussehen aber so lassen sich die besten Bilder schießen. Falls die Sonne stark scheinen sollte, geht mit der ISO auf die kleinstmögliche Einstellung und wählt eine kurze Verschlusszeit, so fällt nicht ganz so viel Licht auf den Sensor.

Oder ihr sucht euch ein schattiges Plätzchen, denn so hat man genügend Umgebungslicht und die idealen Lichtverhältnisse.

Wechselt außerdem mal die Perspektive, Detailaufnahmen von oben, seitlich oder auch unten wirken ganz anders als wenn man frontal fotografiert.

Mein letzter Tipp um schöne Streetstyle Fotos zu schießen ist, je ungestellter, desto natürlicher und echter wirken die Bilder. Daher sind Streetstyle Fotos bei Bloggern gerade besonders beliebt. Ungestellt, aus der Situation heraus und ohne viel nachdenken. Daher ist ein guter Autofokus das A und O! Lasst euch beim Kaffeetrinken, Spazierengehen, Telefonieren, Shoppen oder auch Jacke oder Schuhe anziehen fotografieren. Außerdem noch mein kleiner privater Tipp, lächelt auf Fotos. Eine positive Ausstrahlung lässt das ganze Bild anders wirken und ihr werdet sehen, es kommt auch bei anderen viel besser an.

Also raus auf die Straße mit eurer Kamera und setzt eure eigenen Streetstyle Bilder um.

Liebste Grüße,

 

 

 

 

 

Vielen Dank Nikon für die freundliche Zusammenarbeit